Zu entdecken


Die Verdon-Schlucht  /  Der Sainte-Croix-See  /  Die Hochebene von Valensole


Die Verdon-Schlucht

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Ein einmaliges Naturschutzgebiet in Europa

Dieser aufsehenerregende Canyon entstand durch vom Fluss Verdon ausgelöste Erosionen des Hochebenen-Kalksteins der Haute Provence, dessen Quelle am Gebirgspass von Allos im Massif des Trois Évêchés liegt. Die 50 Kilometer lange Schlucht erstreckt sich von der Gemeinde Castellane bis zum Sainte- Croix-See und erreicht örtlich eine Tiefe von bis zu 700 Metern.

Ein Sport-Parcours mit vielfältiges Facetten

Die Schlucht bietet zahlreiche sportliche Aktivitäten. Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade kennzeichnen die Flussläufe, zu denen auch Wasser- und Flugsportaktivitäten gehören, sodass jedermann die Freude entdecken oder wiedererleben kann, über sich selbst hinauszuwachsen. Wenn Sie in den Himmel spähen, sehen Sie dort womöglich den Gänsegeier oder den Mönchsgeier… Die Schlucht kann entlang der Passstraßen Route des Crêtes oder Corniche Sublime auch im Auto durchquert werden. Die Passstraßen wurden so ausgebaut, dass zahlreiche Aussichtsplattformen angesteuert werden können, die einen außergewöhnlichen Ausblick ermöglichen.
 

 

 
Vue de gorges dans le Sentier de l’Imbut
Blick in den Canyon am Imbut Trail

 

Tipp! Broschüren mit die Trails sind in meisten Souvenirläden zum Verkauf. Karte IGN 3442OT hier

Tipp! 4 km, am Eingang der Schlucht, können Sie Tretboote, Kanus, Elektroboote und SUP’s (Stand Up Paddling) mieten, um die Schlucht über das Wasser zu besuchen.


Der Sainte-Croix-See


Der Lac de Sainte-Croix ist ein in Frankreich an der Grenze der Départements Alpes-de-Haute-Provence und Var gelegener Stausee. Er liegt im Regionalen Naturpark Verdon.

Der drittgrößte See Frankreichs erstreckt sich auf einer Oberfläche von 2.200 Hektar (10 Kilometer Länge und 2 Kilometer Breite). Der Stausee, der am Eingang der Schlucht in der Nähe von Baudinard errichtet wurde, hält 760 Millionen Kubikmeter Wasser zurück und erzeugt jedes Jahr 150 Millionen kWh Elektrizität. Damit versorgt er die umliegenden Dörfer mit Strom. Er stellt darüber hinaus einen bedeutenden touristischen Anziehungspunkt dar und ist ein bevorzugter Ort zum Schwimmen, für den Bootssport (Motor oder Segel), das Windsurfen, Katamaransegeln, das Treetbootfahren oder den Kanu-/Kajak-Sport.

Aufgrund der Errichtung der Staumauer bzw. des -sees wurde das Dorf Les Salles-sur-Verdon überflutet. 400 Meter vom Standort des alten Dorfes entfernt wurde das Dorf wieder aufgebaut. Beim Aufstauen versank auch eine historische Brücke aus dem 6. Jahrhundert im Stausee, die mit neun Bögen den Verdon überspannte. Die Brücke wurde von Bischöfen aus Riez errichtet, wird aber fälschlicherweise häufig als Römerbrücke bezeichnet.

Der Zufluss Verdon durchfließt zunächst eine der tiefsten Schluchten Europas, die Verdonschlucht, bevor er an deren westlichem Ende unmittelbar in den See fließt.

Lac de Sainte-Croix et le pont du Galetas.
Der Sainte-Croix-See und die Brücke von Galetas.

 
La costa en el borde de Les Salles.
Die Küstenlinie Neben Les Salles.

 
Drei Dörfer sind an seinen Ufern entfernt:

  • Sainte-Croix-du-Verdon
  • Bauduen
  • Les Salles-sur-Verdon (neues Dorf, die erstere durch das Reservoir ertrunken)

Ein wenig Geschichte

Georges Clémenceau rief 1908 ein Projekt ins Leben, bei dem das Les-Salles-Tal durch die Anlage eines Sees am Verdon-Flusslauf geflutet werden sollte. Doch erst 1968 wurde das Projekt durch den französischen Energiekonzern Électricité de France in die Tat umgesetzt. Ursprünglich sollte der See die Gemeinden Salles-sur-Verdon und Bauduen überfluten und auch Sainte-Croix-du-Verdon unbewohnbar machen. 1973 wurde der künstliche See schließlich durch den Bau des Sainte-Croix- Staudamms realisiert. Die Gemeinden Sainte-Croix und Bauduen wurden schließlich gerettet und der Ort Les Salles in sicherer Entfernung vom Wasser neu angelegt.

Die erste Aufstauung des Dammes erfolgte im August 1973 und der endgültigen Überflutung der 15. November 1973.


Die Hochebene von Valensole


Les jeunes plants de lavande sur le plateau.
Junge Lavendelpflanzen auf dem Hochebene.

In einer Höhe von 590 m errichtet, hat das Dorf Valensole der gesamten Hochebene seinen Namen verliehen.

Mit dem Beinamen „Die Kornkammer der Region“ versehen, werden auf der 800 km2 umfassenden Hochebene Lavendel und Getreide angebaut. Je nach Jahreszeit weist die Hochebene eine unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheit auf: Die schneebedeckten Berggipfel und die im März blühenden Mandelbäume machen im Juli den wechselnden Malvenfarben des Lavendels und den Goldfarben des Getreides Platz. Im November hebt sich das Ockergelb des abgeernteten Ackerlandes vom klaren winterlichen Himmelblau ab.

Lavendel

Lavendel gehört genauso wie die anderen Kräuter aus seiner Klasse,
Bergminze, Thymian und Rosmarin, zur Familie der Minzkräuter (Lippenblütler). Die Kräuter sind ein Vergnügen für Bienen (Honigpflanzen), wie der daraus erzeugte schmackhafte Honig beweist. Man unterscheidet verschiedene Sorten, von denen die Lavandula angustifolia (der Echte Lavendel) essentielles Öl bester Qualität erzeugt und der Lavandula intermedia, das Lavendel-Edelweiß, wegen seiner üppigen Ertragskraft am meisten angebaut wird.
 

Lavande dans le Plateau de Valensole
Lavendel und Getreide auf dem Hochebene von Valensole.

 
Tournesols sur le plateau
Sonnenblumen auf dem Hochebene.

Verwendet von Lavendel

Lavendel wird in der Herstellung von Seife verwendet, die Bienen schalten es in Honig; es wird auch für seinen Duft und seine therapeutischen Eigenschaften destilliert.